• Susanne Krauss

Morocco, part 2

Aktualisiert: 12. März 2019


Wäre ich eine bessere Erzählerin, ich könnte hier seitenweise Anekdoten berichten von einer Welt,

die tatsächlich in einer anderen Zeit zu spielen scheint.

Ich bin es nicht und will es trotzdem versuchen:

Die Neugier treibt und ins unbekannte Hinterland durch winzige Dörfer. Auf den Straßen wenige Autos, und wenn doch, dann sicher nicht das, was bei uns noch TÜV-tauglich wäre :-).

Viele Eselskarren, Fahrräder, Mopeds und immer wieder Menschen, die ausschließlich zu Fuß unterwegs sind,

am Straßenrand schlafen oder in Grüppchen zusammensitzen.

Es gibt hier kaum befestigte Straßen. Man sieht nur wenige Frauen hier, und wenn doch, dann fast ausschließlich verschleiert.

Was mir am meisten auffällt? Was gute Zahnversorgung langfristig an Lebensqualität bringt (oder schlechte eben nimmt), dass Armut nicht gleich Armut ist und dass es Gerüche und Geschmäcker gibt, die ich mir bis dahin nicht mal vorstellen konnte.

Ich fühle mich als (eben fast einzige) Frau manchmal ein wenig fehl am Platz, auch wenn ich versuche, mich zumindest nicht unpassend zu kleiden. Meine Kamera lässt sich leider nicht verstecken, und die Reaktionen darauf reichen von großer Ablehnung/Beschimpfungen (beim reinen Anblick!) bis hin zu freudiger Bitte, ob ich denn nicht mal ein Foto machen könnte. Berber sind lockerer als andere Araber, aber leider habe ich noch nicht wirklich herausbekommen, wie ich beide Gruppen voneinander unterscheiden kann?

Ich entwickle daher neue, ziemlich schnelle Portraittechniken ;-)!

Unser Riad liegt weit außerhalb, auf der Schotterstraße dorthin wandere ich neugierig herum und finde tatsächlich ein paar "Freunde". (die letzten beiden Bilder).

Die Jungs sind soo lustig! Sie wollen immer wieder Bilder von sich, sehen sie sich auf dem Display an und lachen sich bei deren Anblick dann so kullernd kaputt, das ich selbst aus dem Lachen nicht mehr herauskomme. Gestern wollten wir sie aus Spaß ein Stückchen im Auto mitnehmen, aber sie haben nur neugierig hineingesehen und dann unsicher abgewinkt.

Heute haben wir es dann tatsächlich geschafft, im Souk von Essaouira ein Fotolabor zu finden (Empfehlung unserer Riadbesitzerin) das (inmitten von winzigen Krimskransläden!!) Abzüge in 30 Minuten macht! :-)

Die haben wir den Jungs zum Abschied geschenkt, damit sie hoffentlich noch ein bisschen was zum Lachen haben.

















#Reisen #Reportage

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© 2020 by susanne krauss  |  münchen, deutschland  |  www.susanne.krauss.com

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